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Der Diabetes-Killer!

Vor 3 Jahren: Ich wiege 92 kg und habe Diabetes Mellitus Typ 2. Ich nehme am Tag 2,5 Metformin ein, das bekannte Diabetes-Medikament

Heute: Unter 80 kg, ohne Fasten und Diät 12 kg abgenommen. Schlanker und beweglicher geworden, der Gürtel um vier Löcher enger

Und jetzt das Beste: Typ-2-Diabetes in Remission. Blutzucker-Werte im normalen Bereich. Metformin fast abgesetzt.

Meine Kettlebells sind der Diabetes-Killer!

Und das kam so, hier die Details meiner Fitness-Reise

Der Hintergrund

Kettlebells sind mehr als ein Fitness-Trend – sie sind auch ein kraftvolles Gesundheits-Tool. Ob für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit oder Blutzucker-Regulation.

1. Ganzkörper-Kräftigung & funktionelle Muskeln

  • Dynamische Kettlebell-Übungen wie Swing, Turkish Get-Up oder Goblet Squat aktivieren zahlreiche Muskel-Gruppen gleichzeitig
  • Der Rumpf, Rücken und die Hüften werden besonders stabilisiert, was die Haltung verbessert und das Verletzungs-Risiko senkt
  • Für Diabetiker: Mehr Muskel-Masse bedeutet bessere Glukose-Aufnahme – die Muskeln verbrennen Zucker effektiver, wodurch die Insulin-Empfindlichkeit steigt

2. Effizient & hoher Kalorien-Verbrauch

  • Schon 20 bis 30 Minuten Kettlebell-Training können den gesamten Körper fordern und Kalorien verbrennen
  • Durch den Aufbau von Muskel-Masse steigt der Grund-Umsatz, und der Körper verbrennt auch im Ruhe-Zustand mehr Energie
  • Für Menschen mit Diabetes oder Übergewicht: Fettabbau, besonders im Bauch-Bereich, senkt das Risiko für Typ‑2-Diabetes

3. Verbesserung von Herz-Kreislauf & Ausdauer

  • Kettlebell-Übungen kombinieren Kraft und Cardio: Rhythmische Bewegungen steigern die Herz-Frequenz und trainieren das Herz-Kreislauf-System
  • Studien zeigen, dass Kettlebell-Training ähnlich wirksam ist wie andere intensive Ausdauer-Formen – nur eben kompakt und funktionell
  • Regelmäßige Workouts helfen, Blutdruck und Cholesterin-Werte zu regulieren – wichtige Faktoren für Diabetiker

4. Blutzucker-Kontrolle & Diabetes-Management

  • Kraft-Training verbessert die Insulin-Empfindlichkeit und hilft, den Blutzucker-Spiegel zu stabilisieren
  • Postprandiale Blutzucker-Spitzen lassen sich durch kurze, intensive Kettlebell-Einheiten nach den Mahlzeiten reduzieren
  • Zusätzlich unterstützt das Training Gewichts-Management, einen der wichtigsten Faktoren zur Reduktion des Diabetes-Risikos

5. Gelenk-Beweglichkeit & funktionale Fitness

  • Übungen wie Swing, Rotations-Bewegungen oder Turkish Get-Up verbessern die Gelenk-Beweglichkeit in Hüfte, Schulter und Wirbel-Säule
  • Die Koordination und Stabilität werden gestärkt, was Verletzungen vorbeugt und die Alltags-Funktion verbessert
  • Für Senioren oder Menschen mit Diabetes: Mobilität, Balance und Sturz-Prävention profitieren besonders

6. Prävention von Folge-Erkrankungen

  • Kettlebell-Training schützt das Herz-Kreislauf-System, stärkt die Muskeln und Gelenke
  • Diabetiker profitieren besonders: Das Risiko für Neuropathien, Herz-Krankheiten oder Gelenk-Probleme wird durch regelmäßige Bewegung gesenkt
  • Muskel-Aufbau kombiniert mit dynamischer Bewegung wirkt entzündungs-hemmend und stabilisiert den gesamten Stoff-Wechsel

7. Mentale Gesundheit & Motivation

  • Kettlebell-Training fordert Konzentration, Rhythmus und Körper-Kontrolle – fast wie Meditation in Bewegung
  • Kraftsport steigert das Selbstwert-Gefühl, reduziert Stress und fördert das allgemeine Wohlbefinden
  • Regelmäßige Erfolge motivieren, langfristig dranzubleiben – entscheidend für Menschen, die Diabetes oder andere gesundheitliche Risiken managen

Das Fazit

Wer mit Kettlebells trainiert, steigert nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern investiert in Gesundheit und Lebens-Qualität. Egal ob Anfänger, Senior, Büro-Mensch oder Sportler.

Wenn nur ein Leser auf die gleiche Kettlebell-Reise geht wie ich, dann ist diese Website nicht umsonst.

Abbildung (1): Grok.com

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Der Diabetes-Killer!

Kugeln, Kurse, Kilos, Keller: Ich bin 68 Jahre, habe meinen Diabetes besiegt und ohne Diät oder Fasten 12 kg abgenommen. So schwer wie eine blaue Competition Kettlebell. Wie kam das?

Vor 3 Jahren: Ich wiege 92 kg und habe Diabetes Mellitus Typ 2, am Tag 2,5 Metformin, das bekannte Diabetes-Medikament.

Weitere Infos: Kettlebell-Training für Diabetiker

In dem Buch „Der 4-Stunden Körper“ von Timothy Ferriss lese ich zum ersten Mal etwas über das Training mit der Kettlebell. Auf Youtube sehe ich „Enter the Kettlebell“ von Pavel Tsatsouline. Das ist mein Ding, da will ich hin!

Nov 22: Ich kaufe eine 8-kg-Kettlebell bei Decathlon in München-Moosach. Meine erste Gusseisen-Kugel, ich bringe sie im Rucksack mit der U-Bahn nach Hause. Ihr Kautschuk-Boden versaut unser Parkett, der eckige Griff ist nicht optimal

Dez 22: Ich kaufe eine 12-kg-Kettlebell von Decathlon. Meine zweite Kugel, ich bringe sie im Rucksack mit der U-Bahn nach Hause. Gleicher Ärger wie mit der 8-er

Jan 23: Vierstündiger Kettlebell-Kurs in München. Ausrichter ist die „Fighting and Fitness Academy“ im Nachbar-Viertel Obersendling in München

Feb 23: Ich lerne Robert Rimoczi (r.) kennen, den Begründer der deutschen RKC-Community. Wir treffen uns im Studio der Kraft- und Bewegungs-Akademie (KRABA) im Nachbar-Viertel Obersendling in München

Feb 23: 16-kg-Kettlebell von Decathlon. Unzumutbar, was ein Schrott! Ich schicke sie sofort zurück

Feb 23: Eine 16-kg RKC Kettlebell von Dragon Door. Super-Qualität! Heute die Universal-Kugel für mich

Jul 23: Eine 8-kg-Kugel von Kettlebell Kings. Was ein Unterschied zur Decathlon! Die muss sofort ins Keller-Abteil

Sep 23: 24 kg Kettlebell von HQ Germany. B-Ware mit weniger Mängeln als befürchtet

Okt 23: Die zweite 8-kg-Kugel von Kettlebell Kings. Damit kann ich Doubles trainieren

Nov 24: Eine 12-kg-Kugel von Kettlebell Kings. Zwischen-Gewicht für Überkopf-Drills

Jan 24: Das Buch „Die Kraft der Kettlebell“ 1 + 2 von Johannes Kwella erscheint. Das Standard-Werk zur Kettlebell, muss man haben. Mehr geht nicht!

Mär 24: Einsteiger-Kurs bei der KRABA in München über 3 Stunden, vor allem mit Swing und Turkish Get Up

Jun 24: Anfänger-Kurs bei der KRABA in München über 12 Abende. Solide Grund-Kenntnisse über die wichtigsten Kettlebell-Drills

Jul 24: Beim RKC Sommercamp in Pfaffenhofen, etwa 50 km nördlich von München, lerne ich führende Trainer der RKC Community kennen

Aug 24: Meine erste Competition Kettlebell, eine 20 kg von Kettlebell Kings. Die Qualität ist super!

Jan 25: Meine zweite Competition Kettlebell, eine 28-kg-Kugel von Suprfit. Preisgünstig, solide Qualität

Mär 25: 32-kg-Kettlebell von HQ Germany. Wieder B-Ware, nur etwas abgeplatzter Lack hat den Preis gesenkt

Mär 25: Ich entdecke mein Keller-Gym. Ab sofort zwei Räume zum Training: Leichte Kettlebells im 3. OG, die schweren im Keller

Mär 25: Ich kaufe einen Brustgurt Polar H9 zur Herzfrequenz-Messung im Daten-Verbund mit der Polar App auf iPhone, iPad und MacBook

Apr 25: Die 16-kg-Kettlebell von Rogue „Made in USA“. Solide Qualität, aber nicht so perfekt wie die 16 kg RKC von Dragon Door

Aug 25: Das RKC Sommercamp muss ich ausfallen lassen, denn die DB kann mich nicht von München nach Pfaffenhofen in Oberbayern befördern (Verspätungen, Überfüllung, Gleisänderungen)

Sep 25: In dem Buch „Return of the Kettlebell“ von Pavel Tsatsouline entdecke ich Gewichts-Leitern, Doubles und „Grease the Groove“

Okt 25: Die 12 kg „Suprfit Elite“ Kettlebell für Doubles. Kleine Macken an Guss und Beschichtung, aber die sieht bald keiner mehr.

Was hat´s gebracht?

Mehr Muskeln? Kaum sichtbar. Aber: Meine Kettlebells sind heute deutlich schwerer, die Workouts härter – aber ich sehe nicht aus wie ein Türsteher. Kein Sixpack, keine Bodybuilder-Oberarme.

Dafür etwas Anderes: 12 kg abgenommen, das ist so schwer wie eine blaue Competition Kettlebell. Schlanker und beweglicher geworden, der Gürtel um vier Löcher enger. Ausdauer und Blutdruck sind top für meine 68 Jahre.

Und jetzt das Beste: Meine Kettlebells sind der Diabetes-Killer! Typ-2-Diabetes in Remission. Blutzucker-Werte im normalen Bereich – Metformin fast abgesetzt. Durch gesündere Ernährung, viel Bewegung und meine Kettlebells, die kein Mitleid und keine Ausreden kennen.

Weitere Infos: Kettlebell-Training für Diabetiker

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Senioren Tagebuch Training und Workout Zubehör

Schwer ist leicht was

Seit kurzem besitze ich ein iPad von Apple, dazu die Sport-Uhr Polar Unite mit der Polar Flow App und dem Brustgurt Polar H9. Klingt nach Spielerei – ist es aber nicht. Für mich ein echter Fortschritt im Training, und ich definiere meine Kettlebells ganz anders damit. Aber dazu später.

eBook-Reader, Timer und Puls

Das iPad nutze ich gerne als eBook-Reader. Was auf dem iPhone zu klein und auf dem MacBook zu unhandlich war, passt jetzt perfekt. Ich kann meine eBooks von Pavel Tsatsouline fast wie ein richtiges Buch lesen:

Die Sport-Uhr Polar Unite trage ich rund um die Uhr. Sie zählt die Schritte, analysiert meinen Schlaf, und beim Workout zeigt sie den Puls in farbigen Bereichen an. 

Besonders wertvoll: Bei der Berechnung der Trainings-Zonen und der Belastung berücksichtigt die App mein Alter. Ich trainiere also nicht nach einer starren Norm, sondern in einem Rahmen, der für meine 68 Jahre realistisch und gesund ist. 

Das passiert so: Polar ermittelt aus dem Geburt-Jahr, das ich in der App eingebe, meinen Maximal-Puls. Standard-Formel: ca. 220 minus Alter (bei mir also um die 152 Schläge/Min). Aus diesem Maximal-Puls berechnet Polar die Herzfrequenz-Zonen und zeigt mir an, in welcher Zone ich mich befinde: Moderat oder intensiv, wie auf einer Ampel in Grün, Gelb und Rot.

An der Farbe erkenne ich, wann ich für den nächsten Satz bereit bin. Wo ich früher aus dem Bauch heraus trainiert habe, sehe ich jetzt live und in Farbe, wie mein Körper reagiert.

Mehr Gewicht!

Und jetzt das Spannende: Ich arbeite mit höheren Gewichten! Meine Kettlebells sind auf unsere Wohnung im 3. OG und den Keller verteilt – oben die leichten und im Keller die schweren. In meinem Zimmer stehen zwei Kettlebells mit 8 kg, zwei mit 16 kg und eine Competition Kettlebell mit 20 kg. 

In „Return of the Kettlebell“ beschreibt Pavel Tsatsouline die „Doubles“, also das Training mit zwei Kettlebells. Und siehe da, plötzlich habe ich oben nur noch drei Kugeln:

  • 16 kg (2 x 8 kg)
  • 20 kg
  • 32 kg (2 x 16 kg)

So machen Pavel und Polar mein Training etwas härter – aber auch smarter. Und am Ende des Tages ist es genau das, was zählt: Kontrolle, Progression und ein Setup, das mich ans Limit bringt.

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Kettlebell-Drills fürs Gleichgewicht

Poly-Neuropathie trifft viele Menschen, besonders im Alter oder bei Diabetes. Taubheits-Gefühle, Muskel-Schwäche und Gleichgewichts-Probleme sind die häufigsten Symptome. 

Deine Kettlebell kann dagegen viel bewirken. Hier drei sinnvolle Kettlebell-Übungen bei Poly-Neuropathie – funktionell, sicher und hilfreich:

Kettlebell Deadlift

Das klassische Kreuzheben, eine Grundübung im Gewicht-Heben und Body-Building, kräftigt Beine, Gesäß und Rücken. Er verbessert die Stand-Festigkeit und trainiert das Zusammen-Spiel von Muskeln und Nerven.

So geht’s:

  • Kettlebell mittig zwischen den Füßen, Griff mit beiden Händen
  • Strecke deinen Rücken, beuge die Hüften
  • Drücke deine Beine in den Boden – ohne ruckartige Bewegungen

Tipp: 3 Sätze mit je 8 Wiederholungen, langsam und konzentriert.

Goblet Squat

Die Kniebeuge mit der Kettlebell vor der Brust stärkt Beine, Rumpf und Gleichgewicht. Die Übung hilft besonders beim Treppen-Steigen, Aufstehen und sicheren Gehen.

So geht’s:

  • Kettlebell vor der Brust, Füße schulterbreit und leicht nach außen
  • Gehe langsam in die Knie – so tief, wie es stabil möglich ist
  • Drücke dich kontrolliert nach oben

Tipp: 3 Sätze mit je 6 bis 10 Wiederholungen, ganz in deinem Tempo.

Farmer’s Walk

Das Gehen mit einer oder zwei Kettlebells verbessert die Gang-Kontrolle, trainiert die Rumpf-Stabilität und aktiviert wichtige Muskel-Ketten. Gleichzeitig wird die Griff-Kraft gestärkt, ein Plus für deine Alltags-Sicherheit.

So geht’s:

  • Hebe eine oder zwei Kettlebells sicher an
  • Trage sie einarmig oder beidseitig wie Einkaufs-Taschen
  • Gehe geradeaus, mit aufrechter Haltung und kleinen, sicheren Schritten

Tipp: Beginne mit kurzen Distanzen von 5 m bis 10 m und steigere dich langsam.

Das Fazit

Kettlebell-Training ist auch bei Poly-Neuropathie sinnvoll – wenn es angepasst, achtsam und regelmäßig durchgeführt wird. Wichtig: Die Kontrolle steht immer über der Intensität. Im Zweifel lieber mit leichten Gewichten beginnen, dein Nerven-System wird es dir danken.

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Ein Sommer-Traum

Eine Kleinstadt in Oberfranken, wir gehen einkaufen. Eine Verkäuferin mit etwas Übergewicht, im Gespräch mit einer anderen Kundin. Anfang fünfzig, gepflegt, sympathisch. Sie will abnehmen, erzählt sie, hat schon ihre Ernährung umgestellt: Eiweiß, Vitamine, Ballast-Stoffe. Kaum noch Zucker, kein Alkohol.

Sehr gut, denke ich, aber dir fehlt noch Bewegung. Du brauchst etwas, das deinen Motor wieder anwirft. Vielleicht eine Kettlebell, sagen wir 6 kg oder 8 kg, gerne aus Plastik und in einer modischen Pastell-Farbe.

Damit trainierst du das Kreuzheben (Deadlift), die Grundübung im Gewichtheben und Bodybuilding, und Kniebeugen (Squat), so tief du kommst. Der Kettlebell Swing kommt später. Trainiere 15 Minuten, danach legst du einen oder zwei Ruhetage ein. Mach dir keinen Stress über Gewicht, Wiederholungen oder Sätze. Hauptsache, du fängst an.

Vielleicht stellst du nach einem Monat fest, dass du deinen Körper wieder spürst. Du kommst die Treppe etwas schneller hoch. Freust dich auf deine nächste Trainings-Einheit. Merkst du was? Deine Kettlebell beginnt zu wirken.

Dann willst du noch eine Kettlebell. Schwerer, aber eine aus Gusseisen. So wie sie die Trainer auf Youtube alle benutzen. Du machst damit die gleichen Übungen wie am Anfang, aber intensiver und länger. Immer auf eine saubere Technik achten. Qualität vor Quantität.

Du freust dich über deine Fortschritte: Eine tiefere Kniebeuge, 4 kg mehr beim Deadlift oder der erste Swing. Bist du schon süchtig nach deinem Kettlebell-Training?

Nach einem Jahr wirst du richtige Ergebnisse sehen. Weniger Gewicht, eine straffe Figur, mehr Beweglichkeit. Ohne Fasten und Diät, einfach nur mit deiner Kettlebell.

Aus der übergewichtigen Verkäuferin wird eine Frau, die sich „fit“ spürt – und das auch ausstrahlt. Du hast nicht nur Gewicht verloren, sondern etwas viel Wichtigeres gefunden: Stärke. Selbstvertrauen. Und dich selbst.

Fang klein an. Aber fang an!

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Drei wirksame Gleichgewichts–Übungen

Poly-Neuropathie trifft viele Menschen, besonders im Alter oder bei Diabetes. Taubheits-Gefühle, Muskel-Schwäche und Gleichgewichts-Probleme sind die häufigsten Symptome. Deine Kettlebell kann dagegen viel bewirken.

Hier drei sinnvolle Kettlebell-Übungen bei Poly-Neuropathie – funktionell, sicher und wirkungsvoll:

1. Der Kettlebell Deadlift

Das klassische Kreuzheben, eine Grundübung im Gewicht-Heben und Body-Building, kräftigt Beine, Gesäß und Rücken. Er verbessert die Stand-Festigkeit und trainiert das Zusammen-Spiel von Muskeln und Nerven.

So geht’s:

  • Stelle die Kettlebell mittig zwischen deine Füße, der Griff rechtwinklig dazu
  • Greife die Kettlebell mit beiden Händen
  • Strecke deinen Rücken, beuge die Hüften
  • Drücke deine Beine in den Boden – ohne ruckartige Bewegungen

Tipp: Beginne mit 12 kg oder 16 kg, je nach Kraft. Führe 3 Sätze mit je 8 Wiederholungen durch, langsam und konzentriert.

2. Der Goblet Squat

Die Kniebeuge mit der Kettlebell vor der Brust stärkt Beine, Rumpf und Gleichgewicht. Die Übung hilft besonders beim Treppen-Steigen, Aufstehen und sicheren Gehen.

So geht’s:

  • Halte die Kettlebell am Griff oder an den Hörnern vor der Brust
  • Füße schulterbreit, leicht nach außen
  • Gehe langsam in die Knie – so tief, wie es stabil möglich ist
  • Drücke dich kontrolliert nach oben

Tipp: Starte mit 8 kg oder 12 kg. Mache 3 x 6 bis 10 Wiederholungen, ganz in deinem Tempo.

3. Der Farmer’s Walk

Gehen mit Zusatz-Gewicht verbessert die Gang-Kontrolle, trainiert die Rumpf-Stabilität und aktiviert wichtige Muskel-Ketten. Gleichzeitig wird die Griff-Kraft gestärkt, ein Plus für Alltags-Sicherheit.

So geht’s:

  • Hebe eine Kettlebell sicher an
  • Trage sie einarmig oder beidseitig wie Einkaufstaschen
  • Gehe geradeaus, mit aufrechter Haltung und kleinen, sicheren Schritten
  • Kehre um, sobald du dich instabil fühlst

Tipp: 8 kg bis 16 kg reichen meist aus. Beginne mit kurzen Distanzen von 5 m bis 10 m und steigere dich langsam.

Das Fazit

Kettlebell-Training kann auch bei Poly-Neuropathie sinnvoll sein – wenn es angepasst, achtsam und regelmäßig durchgeführt wird. Wichtig: Die Kontrolle steht immer über der Intensität. Im Zweifel lieber mit leichten Gewichten beginnen und bei Unsicherheit ärztlichen oder physio-therapeutischen Rat einholen. Dein Nervensystem wird es dir danken.

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Gesundheit Senioren Tagebuch Training und Workout

Eine Woche ohne Training

Ich habe sehr lange Pétanque gespielt, viele tausend Schritte gemacht, aber dann kam der Schmerz: Beide Füße taten weh, ans Kettlebell-Training war nicht mehr zu denken.

Heute, nach acht Tagen ohne Training fühle ich mich ausgeruht und motiviert. Mein Körper ist nicht „ent-trainiert“, aber wie soll ich wieder einsteigen?

Zwei Wege zum Comeback:

Grease the Groove (GTG): Sanft, aber effektiv

GTG ist perfekt, um wieder in den Rhythmus zu finden, Technik aufzufrischen oder kontrolliert an alte Leistungen anzuknüpfen.

  • Ein bis zwei Kettlebell-Übungen wie Press, High Row oder Deadlift
  • Über den Tag verteilt wenige, leichte Wiederholungen
  • Keine Erschöpfung, kein Muskelkater, kein Warm-up nötig

Das Ziel:

  • Bewegung perfektionieren
  • Nervensystem aktivieren
  • Muskel-Tonus zurückgewinnen

Kurz: Ideal für die ersten 2 bis 3 Tage nach der Pause.

Oder: Strukturiert zurück

Ich kann auch mit kürzeren, fokussierten Kettlebell-Workouts starten, also mit reduziertem Volumen und mehr Pausen.

  • Maximal 20 Minuten
  • 50 % bis 70 % der üblichen Wiederholungen
  • Längere Pausen
  • Klare, große Bewegungen wie Swing, Clean oder Press

Wenn ich keine Einbrüche bei Technik oder Kraft bemerke, kann ich ab Tag 2 bis 3 wieder voll einsteigen.

Senioren-Tipp: Sanft und gezielt zurück

Mit zunehmendem Alter braucht das Bindegewebe mehr Zeit zur Regeneration. Starte deshalb mit kontrollierten Bewegungen und achte auf warme Gelenke – zum Beispiel mit leichten Mobilitäts-Übungen am Morgen.

GTG eignet sich für Ältere besonders gut: Kleine Reize, oft verteilt, stärken Muskeln und Gelenke, ohne zu überfordern.

Das Fazit

  • Höre auf dein Körpergefühl: Keine Helden-Taten am ersten Tag
  • GTG ist ideal für den weichen Wiedereinstieg
  • Kürzere, saubere Workouts bringen dich schnell wieder in Schwung

Spätestens nach drei bis vier Einheiten sollte ich wieder im Training sein.

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Fitness Gesundheit Senioren

Der Lebenszyklus der Kraft

Im menschlichen Körper spielt Kraft eine entscheidende Rolle für den Alltag und die Gesundheit. Doch Kraft ist kein statischer Zustand – sie entwickelt sich, passt sich an und verändert sich im Lauf der Zeit.

Wann mit dem Training beginnen?

Das Kraft-Training sollte erst nach der Wachstums-Phase beginnen, also etwa ab dem 14. bis 16. Lebensjahr. Im Wachstum ist der Körper noch in einem dynamischen Anpassungs-Prozess, und zu frühes oder zu intensives Training mit schweren Gewichten kann die Entwicklung von Knochen, Sehnen und Gelenken beeinträchtigen. Stattdessen sollten Kinder und Jugendliche auf spielerische Bewegungen, Koordination und allgemeine Fitness setzen. Erst wenn das Wachstum beendet ist, können gezielte Kraft-Einheiten beginnen.

Der Höhepunkt der Kraft

Die maximale Muskelkraft wird in der Regel zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr erreicht. In dieser Phase ist der Körper optimal entwickelt: Hormone, Muskelsubstanz und neuronale Effizienz sind auf ihrem Höhepunkt. Es ist jedoch wichtig, dass das Training in dieser Phase nicht nur auf Maximalkraft abzielt, sondern auch Beweglichkeit, Stabilität und Verletzungs-Prävention berücksichtigt.

Ab wann lässt die Kraft nach?

Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Muskelkraft langsam abzunehmen, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Der Verlust an Muskelmasse und -kraft, auch als Sarkopenie bekannt, wird mit zunehmendem Alter beschleunigt. Ohne regelmäßiges Kraft-Training kann die Muskelmasse pro Jahr um etwa 1 bis 2 % sinken. Dieser Prozess kann jedoch durch gezieltes Training verlangsamt oder sogar teilweise umgekehrt werden.

Wie sollten Senioren trainieren?

Senioren sollten ein Training wählen, das auf Funktionalität, Balance und langfristige Gesundheit abzielt. Im Gegensatz zu jüngeren Athleten, die oft an ihre Leistungsgrenze gehen, liegt der Fokus bei älteren Menschen auf moderatem Kraft-Training, der Vermeidung von Verletzungen und der Förderung der Beweglichkeit. Dynamische Kettlebell-Übungen wie Swings können in angepasster Form auch für Senioren vorteilhaft sein, da sie die Muskulatur fordern und die Koordination verbessern. Regelmäßige, aber weniger intensive Einheiten sind hier der Schlüssel.

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Senioren und die Kettlebell: Eine bittere Wahrheit

Als ich zur Kettlebell kam, war ich 65. Dazu Diabetes 2, aber gut eingestellt. Sollte ich wirklich anfangen, mit der Kettlebell zu trainieren?

Es ist ein ganz natürlicher Prozess, dass Kraft und Beweglichkeit im Alter abnehmen. Wer sich als Senior ans Kraft-Training traut, kann keine Muskelmasse mehr aufbauen, sondern nur noch deren Schwund aufhalten. Das ist die bittere Wahrheit des Senioren-Sports.

Was solltest du als Senior im Umgang mit der Kettlebell bedenken?

Bevor du beginnst, geh zum Doc. Der sollte klären, ob du gesund für die Kettlebell bist. Er kann Risiken oder Bedenken erkennen und dir raten oder abraten, mit dem Training zu beginnen.

Jetzt bist du dran: Finde deine Kettlebell! Als älterer Mensch solltest du eine Kettlebell wählen, die nicht zu schwer ist. Mit 8 bis 12 kg solltest du gut klarkommen, 16 kg sind auch möglich.

  • Du solltest das Gewicht erst steigern, sobald du dich wohl und sicher fühlst.

Richtiges Aufwärmen: Ganz wichtig, dass du dich vor dem Training aufwärmst, um Verletzungen zu vermeiden. Bewegung, Gymnastik oder Dehnübungen sind genau richtig.

Konzentriere dich auf die Technik: Eine korrekte Ausführung der Kettlebell-Übungen ist entscheidend, um Verletzungen zu vermeiden. Nimm dir Zeit oder einen Trainer, um die richtige Technik zu erlernen und zu üben.

Pausiere bei Schmerzen oder Unwohlsein: Achte auf Warnsignale deines Körpers und mache eine Pause, sobald du irgendwelche Anzeichen bemerkst.

Sorge für Abwechslung: Eine Abwandlung der Kettlebell-Übungen kann dein Training interessanter machen. Es gibt viele Kettlebell-Übungen für das Niveau und die Fähigkeiten von älteren Menschen: 

  • Swings mit der Kettlebell
  • Seitheben
  • Deadlift

Wichtig: Wenn du unsicher bist, lass dich von einem qualifizierten Trainer beraten, der auch Erfahrung im Training mit älteren Menschen hat.

P.S.: Du bist über 50 und hast den Beitrag bis hier gelesen? Dann gibt es nur eines: Schnapp dir eine Kettlebell – und los geht’s!

 

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