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Im Test: StrongNotes Trainingsbuch

StrongNotes ist ein Notizbuch mit begleitender App, das speziell für Kraftsportler entwickelt wurde. Das Buch eignet sich für alle, die ihr Training aufzeichnen und Entwicklungen auswerten wollen.

Wir haben ein Exemplar mit eigenem Geld gekauft und fühlen uns daher nicht zu einem Lob verpflichtet. Gerade deshalb: Eine klare Empfehlung.

Was steckt drin?

Das Buch hat 236 nummerierte Seiten, Platz für 90 Workouts und das handliche Format 12,5 × 19 cm. Das Cover besteht aus veganem Leder mit fühlbarer Blindprägung, innen stecken 120-g/m²-Premiumpapier und eine Fadenbindung, damit das Buch flach aufliegt. Dazu gibt es Gummiband, Innentasche und Lesezeichen. Preis: 24,90 € inkl. Versand.

Die Verarbeitung überzeugt: Das relativ dicke Papier hält einiges aus, das griffige Cover bleibt, die Bindung verspricht auch nach intensiver Nutzung keine Probleme.

Das System

Die zugehörige App (iOS/Android, Deutsch) macht das System hybrid: Du fotografierst eine ausgefüllte Doppelseite, die Handschrift wird erkannt, du prüfst und bestätigst die Werte – und die Einheit landet digital im Verlauf.

Die App enthält über 500 Übungen mit Muskelgruppen und Ausführung sowie fertige Pläne. Das Planen und Eintragen der Workouts sind dauerhaft kostenlos. Die Auswertung und ein KI-Coach gehören zu der kostenpflichtigen App StrongNotes Pro. 

StrongNotes und die Kettlebell

Ich habe das Buch mit typischen Kettlebell-Drills getestet: Double Clean & Press, Double Squat und einarmiger Deadlift. Der Platz reicht für neun Übungen, aber nur für vier Sätze.

Wer oft dieselben Übungen mit steigendem Volumen oder Dichte trainiert, erkennt auf der rechten Seite, wie sich Reps und Gewicht ändern. Links ist ein Notizbereich für Technik und Anmerkungen.

Kritik und Schwächen

Kein Produkt ist perfekt – hier einige Punkte:

  • Maximal neun Drills und nur vier Sätze pro Übung, einigen ist das zu wenig oder zu viel. Manche greifen dann zu den freien Notizseiten oder müssen Einheiten aufteilen
  • Das Buch ist schon nützlich, aber die echten Stärken der App (Entwicklungen, automatische Vorschläge) stecken hinter der Paywall
  • Mit der App sind wir nicht zurecht gekommen. Statt dessen haben wir eine Doppelseite mit ChatGPT gescannt und auswerten lassen. Wahnsinn, was der KI alles zum Training einfällt. Und zwar kostenfrei.

Eine Besprechung der App folgt in Kürze.

Für wen?

  • Sehr geeignet: Sportler, die gerne mit Hand schreiben und gleichzeitig eine digitale Auswertung wollen
  • Ideal bei strukturiertem Training
  • Weniger geeignet für reine App-Nutzer, die nie einen Stift anfassen
  • Athleten mit extrem variablen Sessions
  • Sparfüchse, die mit einem 1-Euro-Schulheft zufrieden sind.

Fotos (1): StrongNotes

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Kettlebell Test-Bericht

11 Kettlebells im Test

Die angesehene Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat getestet: Elf Kettlebells. Preis-Spanne von 20 € bis 150 €, aus Guss-Eisen, Kunst-Stoff und verstellbare Modelle. 

Das Ergebnis überrascht: Nicht Dragon Door, Rogue oder eine andere Top-Marke macht das Rennen, sondern Decathlon.

Die Sieger

Autorin Julia Cecati erklärt die 8-kg-Domyos Kettlebell Pro (Foto) zum Test-Sieger. Dafür verantwortlich sei auch eine „Schwarzpulver-Beschichtung“. Wir vermuten, dass damit die schwarze Pulver-Beschichtung (Powder Coat) gemeint ist. Schwarz-Pulver ist ein explosiver Zündstoff und hat mit der Oberfläche einer Kettlebell wenig zu tun.

Wir haben die Domyos Kettlebell Pro in der 8-kg-Version bereits vorgestellt. Sie ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger mit seiner auffälligen Kautschuk-Basis, und das Modell war wirklich schlecht.

Eine Empfehlung kriegt auch die 8-kg-Kettlebell von Amazon Basics aus Gusseisen. Sie punktet mit guter Verarbeitung, ergonomischem Griff und einem stabilen Stand.

Verstellbare Kettlebells

Eine eigene Kategorie bilden die verstellbaren Kettlebells, die wir grundsätzlich nicht empfehlen können. Hier macht die Neolymp Kettlebell von 1,5 kg bis 10 kg das Rennen. Die FAZ nennt allerdings auch Nachteile: Das dünnwandige Kunststoff-Gehäuse und die Sperrigkeit bei einzelnen Übungen.

Dahinter folgen die Miweba KB300, die Skandika Paino 20 kg und die anpassbare Domyos mit 12 bis 24 kg.

Neopren und Gusseisen

Im weiteren Testfeld:

  • Msports Kettlebell Professional Neopren
  • Gorilla Sports Kettlebell Gusseisen Neopren
  • StrengthShop Kettlebell Gusseisen

Die Neopren-Modelle bieten den Vorteil, dass sie den Boden schonen und beim Absetzen weniger Geräusche verursachen. Dafür ist eine solche Hülle nicht für die Ewigkeit gemacht, bei regelmäßigem Training kriegt sie schnell Gebrauchs-Spuren.

Kunst-Stoff fällt durch

Weniger erfreulich fällt das Urteil über zwei Kunststoff-Modelle aus:

  • Gorilla Sports Kettlebell Kunststoff
  • Trex Sport TX-008CKB

Bei beiden kritisiert die FAZ die Verarbeitung und den Griff-Bügel. Der Kunststoff bietet wenig Grip, bei der Trex Sport kommen störende Kanten hinzu. Auch die Ergonomie lässt zu wünschen übrig.

Was wundert uns daran? Wir haben auch schon mit Kunststoff-Kettlells trainiert und können sie ebenfalls nicht empfehlen.

Wo bleiben die Top-Kettlebells?

Vier Hersteller hätten wir in einem solchen Test gerne gesehen:

  • Dragon Door aus den USA steht mit seinen Military Grade Premium Kettlebells für die klassische Kettlebell-Tradition. Das Sortiment reicht von 6 kg bis 60 kg
  • Rogue Fitness aus Ohio ist einer der führenden US-Anbieter für Kraftsport-Equipment. Das Kettlebell-Sortiment reicht von 4 kg bis 92 kg
  • Eleiko aus Schweden mit Lang-Hanteln und alles für Gewicht-Heber ist spätestens seit 2022 auch mit Kettlebells am Start.

Auch die Kettlebell Kings hätten in diese Runde gehört. Leider ist dieser Hersteller nicht mehr am Markt, aber wir lieben seine Kettlebells und Klamotten.

Was ist mit Competition Kettlebells?

Auch die Competition Kettlebells fehlen im Test. Das ist aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbar.

Competition-Kugeln haben unabhängig vom Gewicht einheitliche Abmessungen. Das ist im Wettkampf-Sport sinnvoll, weil sich die Hand-Habung bei unterschiedlichen Gewichten nicht verändert.

Bei kleinen Gewichten hat die Bauform allerdings einen Nachteil: Eine Competition Kettlebell mit 8 kg oder 12 kg wirkt im Verhältnis zum Gewicht ausgesprochen groß und unhandlich.

Wir setzen bis 16 kg auf klassische Gusseisen-Kettlebells. Erst ab 20 kg macht die Competition-Bauform für uns wirklich Sinn.

Guter Einsteiger-Test, aber kein Maßstab

Wer regelmäßig und langfristig mit Kettlebells trainiert, sollte andere Kriterien berücksichtigen: Griff-Durchmesser, Griff-Fenster, Oberfläche, Balance, Form und Verarbeitung.

Gerade bei Clean, Press und anderen Übungen, bei denen die Kugel am Unterarm liegt oder in der Hand rotiert, machen solche Details einen erheblichen Unterschied.

Unsere eigene Erfahrung: Es lohnt sich nicht, beim Kauf einer Kettlebell zu knausern. Die Freude an einer richtigen Premium-Kugel hält lange an, der kleine Unterschied beim Kauf-Preis ist schnell vergessen.

Zum Test-Bericht der FAZ

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Anfänger Literatur Tagebuch Technik

Werdet stark, nicht müde!

Wer sich mit Kettlebells beschäftigt, kommt an einem Namen kaum vorbei: Der russisch-amerikanische Trainer Pavel Tsatsouline hat die Kettlebell im Westen erst bekannt gemacht. Seine Bücher sind Klassiker über Kettlebells, Hardstyle und Kraft-Training.

Der Mann hinter der Kettlebell

Pavel Tsatsouline wurde im Westen vor allem durch seine Zusammenarbeit mit dem US-Verlag Dragon Door bekannt, der 2026 seine Geschäfte einstellte. 2001 erschien dort „The Russian Kettlebell Challenge“, und damit begann eine Entwicklung, die das Kettlebell-Training in den USA und später weltweit stark beeinflusste.

Pavels Grund-Idee ist bemerkenswert: Man muss Kraft nicht über möglichst viel Muskel-Masse entwickeln. Entscheidend sind Technik, Körper-Spannung, Koordination, effiziente Bewegung und die Fähigkeit, vorhandene Kraft tatsächlich einzusetzen.

Diese Gedanken ziehen sich durch einen großen Teil seines Werkes, aber die Bücher setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

„Power to the People“

Als Sport-Wissenschaftler schrieb Pavel im Jahr 2000 sein erstes Buch „Power to the People!“. Es beschäftigt sich mit klassischem Kraft-Training an der Lang-Hantel.

„Power to the People!“ erschien 2000. Im Mittelpunkt steht der Übungen Deadlift, die Grund-Übung im Gewichtheben und Bodybuilding. Das Buch erklärt einen Teil der Philosophie, die später auch das Kettlebell-Training prägt:

Nicht möglichst viel trainieren – sondern möglichst effektiv.

Technik vor Ego. Spannung statt sinnlosem Pumpen. Qualität statt Erschöpfung.

Wer verstehen möchte, warum Pavel später Kettlebell-Training so anders als klassisches Training im Fitness-Studio vermittelt, sollte „Power to the People!“ lesen. Aber man sollte nicht behaupten, es sei ein Kettlebell-Buch.

„The Russian Kettlebell Challenge“

2001 folgte das Buch „The Russian Kettlebell Challenge“, kurz RKC.

Pavel stellt die wichtigsten Grund-Bewegungen vor und verbindet sie mit seinem Hardstyle-Ansatz. Swing, Clean, Snatch und Turkish Get-Up gehören zum Kern des Systems. Gleichzeitig geht es um Atmung, Spannung, Körper-Haltung und explosive Hüft-Bewegungen.

Zu dieser Zeit war die Kettlebell im Westen noch weitgehend ein Exot. Pavel machte aus der russischen Kugel-Hantel ein modernes Trainings-Gerät für Kraft und Kondition. Der Ton ist typisch Pavel: etwas militärisch, etwas provokant und mit einer gehörigen Portion russischem Humor.

„Enter the Kettlebell!“

Für viele ist „Enter the Kettlebell!“ von 2006 das wichtigste Pavel-Buch überhaupt. Während „The Russian Kettlebell Challenge“ noch stark den Charakter einer Kettlebell-Einführung besitzt, wird hier das Training systematischer.

Pavel stellt zwei zentrale Programme vor:

  • Program Minimum

Das einfache Grundprogramm mit:

  • Swing
  • Turkish Get-Up

Die Idee: Mit sehr wenigen Übungen lässt sich bereits ein erstaunlich umfassendes Training aufbauen. Zum kostenlosen Einstieg gibt es auf youtube.com das Video „Enter the Kettlebell“ über 47 Minuten.

  • Rite of Passage

Das zweite große Programm konzentriert sich auf:

  • Military Press
  • Clean
  • Snatch

Dabei kommen insbesondere Ladders, also Leiter-Sätze, zum Einsatz. Das Entscheidende ist nicht nur die Auswahl der Übungen, sondern die Progression.

Man trainiert nicht einfach irgendwie mit einer Kettlebell, sondern folgt einem Plan und versucht, die Leistung Schritt für Schritt zu verbessern.

„Return of the Kettlebell“

„Return of the Kettlebell“ richtet sich deutlich stärker an Fortgeschrittene. Jetzt tauchen die Double Kettlebells auf. Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

  • Double Clean & Press
  • Double Front Squat
  • Double Snatch

Damit verändert sich der Charakter des Trainings. Eine einzelne Kettlebell ermöglicht bereits enorm viel. Zwei Kugeln erhöhen jedoch die Anforderungen an Kraft, Koordination und Stabilität erheblich.

Ein wichtiges Werkzeug sind wiederum die Ladders, also Gewichts-Leitern. Statt beispielsweise immer 5 × 5 Wiederholungen zu absolvieren, kann eine Leiter etwa so aussehen:

1 – 2 – 3 und 1 – 2 – 3

Das erlaubt ein hohes Trainings-Volumen, ohne dass jeder Satz zum Kampf wird. „Return of the Kettlebell“ ist deshalb kein typisches Anfänger-Buch. Es ist eher ein Buch für jemanden, der mit der Kettlebell bereits umgehen kann und jetzt stärker werden möchte.

„Simple & Sinister“

Dann macht Pavel etwas, was zunächst wie ein Widerspruch aussieht. Nach immer komplexeren  Programmen reduziert Pavel das Training auf fast nichts. Die Grundidee:

  • Swing
  • Turkish Get-Up

Die klassische Version arbeitet auf 100 Swings und 10 Turkish Get-Ups hin. Die zweite Ausgabe von 2019 überarbeitet und präzisiert die Standards.

  • Immer wieder dieselben Grund-Bewegungen
  • Immer bessere Technik
  • Immer stärker werden.

Weniger Übungen, dafür mehr Qualität: Das ist vielleicht die typischste Pavel-Idee überhaupt.

„The Naked Warrior“

Und dann gibt es noch „The Naked Warrior“. Der Titel ist Programm: Hier wird mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Im Mittelpunkt stehen anspruchsvolle Übungen wie:

  • One-Arm Push-up
  • Pistol

Auch hier geht es nicht darum, möglichst viele Wiederholungen zu sammeln, denn Pavel interessiert sich für die Frage: Wie kann ich im Training maximale Kraft entwickeln?

„Easy Strength“

Gemeinsam mit Dan John entstand später „Easy Strength“. Das Buch führt einen Gedanken weiter, der schon in „Power to the People!“ angelegt ist:

Stärker werden muss nicht kompliziert sein

Die Autoren setzen auf häufiges, aber kontrolliertes Training mit relativ wenigen Übungen und ohne ständiges Training bis zur Erschöpfung.

StrongFirst.com

Nach der Zusammenarbeit mit dem Verlag Dragon Door ging Pavel Tsatsouline mit „Strong First – School of Strength“ eigene Wege.

Auf dieser Website gibt es wirklich viel zu lesen und zu sehen, tonnenweise Fachartikel, Trainings-Programme, Kurse, Workshops und Infos zu zertifizierten Trainern. Im Shop das eigene Sortiment an Kleidung und Gusseisen-Kettlebells, die allerdings nicht nach Deutschland geliefert werden. Besonders nützlich ist das Forum der Website mit vielen Beiträgen täglich.

Was verbindet diese Bücher?

Auf den ersten Blick könnten die Bücher kaum unterschiedlicher sein: Langhantel. Kettlebell. Körpergewicht. Einzelne Kugel. Zwei Kugeln.

Aber die Grund-Idee bleibt erstaunlich konstant:

  • Kraft ist eine Fähigkeit

Pavel betrachtet Kraft nicht einfach als Nebenprodukt möglichst großer Muskeln. Man muss lernen, Kraft zu erzeugen.

  •  Technik entscheidet

Eine schlechte Bewegung wird durch mehr Gewicht nicht besser. Sie wird nur schwerer.

  • Spannung bringt’s

Pavel liebt die Körper-Spannung. Rumpf, Griff, Beine und Oberkörper sollen nicht unabhängig voneinander arbeiten. Der ganze Körper soll als Einheit funktionieren.

  • Keine unnötige Erschöpfung

Pavel steht dem permanenten Training bis zum Muskel-Versagen skeptisch gegenüber. Das Ziel ist nicht: „Wie kaputt bin ich?“,sondern: „Wie stark bin ich geworden?“

  • Wenige Übungen reichen

Das ist vielleicht seine provokanteste Botschaft. Man braucht nicht 25 Übungen pro Training. Manchmal reichen zwei.

Alle Bücher von Pavel

Buch Hauptthema Kettlebell?
Power to the People! Kraft mit Langhantel ❌
The Russian Kettlebell Challenge Einstieg in Pavels Kettlebell-System ✅
The Naked Warrior Kraft mit Körpergewicht ❌
Enter the Kettlebell! Kettlebell-System & Programme ✅
Return of the Kettlebell Fortgeschrittenes Training mit 2 Kettlebells ✅
Simple & Sinister Minimalistisches Kettlebell-Training ✅
Easy Strength Minimalistisches Krafttraining teilweise
The Quick and the Dead Explosivität und Kondition teilweise
Kettlebell Axe Kettlebell-Training mit hoher Intensität ✅

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Senioren Tagebuch Training und Workout

Was bringt minimal?

Im Forum von StrongFirst gibt’s immer wieder Beiträge über das Training mit ganz wenigen Übungen. Zwei oder drei Drills können reichen, davon sind mehrere bekannte Trainer voll überzeugt.

„Simple & Sinister“

Ein frühes Beispiel liefert das Kettlebell-Programm „Simple & Sinister“ („Simpel & gruselig“) von Pavel Tsatsouline. Es besteht aus nur zwei Übungen:

Trotz – oder gerade wegen – dieser radikalen Einfachheit wurde es zu einem der bekanntesten Kettlebell-Programme überhaupt. In anderen Programmen wie „Enter the Kettlebell“ oder „Rite of Passage“ nimmt Pavel noch den Snatch als dritte Haupt-Übung dazu.

„The Giant“

Neben Simple & Sinister hat sich eine weitere Form des Minimalismus etabliert. So empfiehlt vor allem Geoff Neupert diesen Weg zum Muskel-Aufbau.

Neupert ist bekannt für sein Programm „The Giant“. Der Ansatz:

  • Extrem reduziert (oft nur 2 Übungen)
  • Klare Zyklen
  • Stärkerer Fokus auf den gezielten Muskel-Aufbau

Dan John – Einfach, nicht simpel

Der Profi-Sportler und Uni-Dozent Dan John kombiniert Minimalismus mit praktischer Erfahrung aus dem Leistungs-Sport.

  • Klare, einfache Programme
  • Fokus auf grundlegende Bewegungen

Warum Minimalismus?

Kettlebell-Training unterscheidet sich grundlegend vom Training im Fitness-Studio. Du trainierst keine isolierten Muskeln, sondern du übst Bewegungen. Eine Kettlebell-Übung ersetzt damit mehrere klassische Übungen.

Warum Minimalismus gut funktioniert

  • Einfach umzusetzen (keine komplizierte Planung)
  • Zeiteffizient (oft unter 30 Minuten)
  • Fokus auf Technik und Progression

So effektiv Minimalismus erscheint – er hat auch Grenzen:

  • Zu wenig Volumen für maximalen Muskel-Aufbau
  • Monotone Struktur
  • Eingeschränkte Übungs-Vielfalt

Tipps zum Einstieg

Wenn du minimalistisch starten willst:

  • Wähle 1 bis 2 Übungen (z. B. Clean & Press + Squat)
  • Trainiere 3x bis 5x pro Woche
  • Steigere dich langsam und konstant

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Business Tagebuch

Wann sterben die Kings?

Nachdem ich 2022 mit Kettlebells an den Start ging, fiel mir ein US-Hersteller besonders positiv auf: Die Kettlebell Kings aus Texas hatten Gründer mit Herzblut, eine lebhafte Online-Community und Kettlebells in Premium-Qualität. 

Heute besitze ich vier Kugeln der Kings, die Dinger sind super. Dazu drei Hoodies, alle aus reiner Baumwolle, auch die von erlesener Qualität.

Doch dann änderte sich einiges: Die Razor Group aus Berlin übernahm die Kettlebell Kings. Dieser E-Commerce Aggregator kaufte viele kleine Hersteller und bündelte deren Vermarktung und Logistik.

Vielleicht ein Geschäfts-Modell, das während der Pandemie funktionierte. Aber die ist ja überstanden. Heute sind die Probleme der Kettlebell Kings massiv und existenziell:

  • Anhaltende Abwärts-Spirale
  • Juristische Schlamm-Schlachten
  • Zusammen-Bruch des operativen Geschäfts.

Die Probleme

  • Rechts-Streitigkeiten

Die Gründer von Kettlebell Kings haben eine Millionen-Klage gegen die Razor Group eingereicht. Der Vorwurf: Nach dem Verkauf der Marke wurden laut Klage vertraglich vereinbarte Gewinn-Beteiligungen und Kaufpreis-Raten nicht gezahlt.

  • Miss-Management

Die Gründer, die das Geschäft zunächst weiterführen sollten, warfen der Razor Group vor, keine Gelder mehr für den Einkauf von neuer Ware bereitzustellen. Zulieferer und Hersteller wurden demnach nicht mehr bezahlt, was die etablierten Liefer-Ketten zerstörte. 

  • Zusammenbruch der Lieferketten

Das operative Geschäft leidet unter extremem Waren-Mangel. Über lange Zeiträume war der offizielle Online-Shop der Kettlebell Kings nahezu vollständig ausverkauft.

Mehrere Kunden berichten in Fitness-Foren über Verzögerungen bei der Auslieferung. Sie erhielten keine Ware und mussten ihr Geld zurückfordern.

  • Rückzug vom direkten Markt und Abverkauf

Um zu überleben, wurde die Strategie der Marke radikal verändert: 

  • Fokus auf Amazon: Der eigene Shop kann nichts mehr liefern. Bestände wurden nur noch über Amazon abverkauft.
  • Die einst extrem breite Produkt-Palette mit schweren Competition-Kettlebells über 40 kg ist nicht mehr lieferbar.

Zusammenfassend

Die Marke Kettlebell Kings leidet unter den typischen Folgen der Krise der E-Commerce-Aggregatoren.

Da die neue Mutter-Gesellschaft Razor Group in den letzten Jahren eigene Liquiditäts-Probleme lösen musste, fehlt das nötige Kapital, um Lager-Bestände zu halten. Dazu ein massiver Vertrauens-Verlust beim Kunden und ein stark geschrumpfter Markt-Anteil.

Vielleicht ist die Frage: „Wann sterben die Kings?“ schon überholt. Oder sollte es heißen: „Wie lange sind die Kettlebell Kings schon tot?“

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Szene Tagebuch

Zerbrechlich!

Die Königliche Porzellan Manufaktur (KPM) und das Kreativ-Studio Sucuk & Bratwurst, beide aus Berlin, präsentieren eine neue Teekanne: „SporTea: The Kettlebell Teapot“.

In einer Manufaktur am Berliner Tiergarten wird der Porzellan-Körper von Hand jeweils mit leuchtendem Blau und Orange besprüht, veredelt durch einen mit Platin handbemalten Griff. Seitlich eingeprägt ist „8 KG“. Allerdings dürfte der kleine Einguss das Befüllen, den Umgang mit einem Tee-Sieb und die Reinigung sehr erschweren.

Die Edition „SporTea: The Kettlebell Teapot“ (21 cm hoch und 733 g schwer) ist auf 100 Exemplare je Farbe limitiert, eine Kanne kostet 600 Euro.

Foto (1): Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

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Tagebuch Wettkampf

8 Workouts, 8 Runs

Der TSV Wesseling bei Köln und die „Workout Factory“ am gleichen Ort planen einen „Kettlebell-Run“. Das Functional-Fitness-Event verbindet Kettlebell-Workouts, Lauf-Distanzen und Team-Arbeit.

An den Start gehen Zweier-Teams, geplant sind Stationen mit u.a. Kettlebell Swing, Goblet Squat und Farmers Carry. Jeder Kettlebell-Übung folgt eine Lauf-Runde.

Die Teams können pro Runde 400 m oder 800 m laufen, die Kettlebells wiegen zwischen 8 kg und 20 kg. Entscheidend sind die individuelle Fitness und das Zusammen-Spiel im Team, da die Partner ihre Reps aufteilen dürfen.

Abbildung (1): TSV Wesseling

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Tagebuch

Gemetzel mit der Kettlebell

Für die meisten hier ist die Kettlebell ein Weg zu Kraft und Gesundheit. Das neue Computer-Spiel „Kettlebell: Inferno Hotel“ macht unsere Kettlebell aber zu einer mörderischen Waffe.

In der 2D-Action kämpft sich der Spieler durch düstere Gebäude, bewaffnet mit einer Eisenkette, an deren Ende eine Kettlebell hängt. Mit dieser Waffe werden Gegner auf 40 Levels ausgeschaltet. Das Spiel hat einen klassischen Pixel-Look, inspiriert von den Action-Spielen der 1990er-Jahre.

Entwickelt wurde „Kettlebell: Inferno Hotel“ vom Solo-Entwickler 70’Strike, hinter dem der Spiele-Entwickler Dmitriy Bukhtatov steht. Veröffentlicht wird das Projekt von Valkyrie Initiative, einem internationalen Indie-Publisher von Computer-Spielen.

„Kettlebell: Inferno Hotel“ erscheint für Xbox One, Xbox Series X|S, PlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch sowie PC (Steam und GOG).

Abbildung (1): Valkyrie Initiative

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Anfänger Home-Gym Senioren Tagebuch

Doppelt geht’s besser

Bereit für Doubles: 8 kg + 8 kg und 16 kg + 16 kg

In drei Jahren habe ich zehn Kettlebells gesammelt: RKC, Rogue, HQ, Suprfit – Gusseisen und Competition von 8 kg bis 32 kg.

Frage: Würde ich heute wieder so kaufen? Nein. Ich würde logisch starten, Schritt für Schritt.

Die perfekte Reihenfolge: 8 kg, 12 kg, 16 kg

  • 8 kg: Technik vor Ego

Die 8-kg-Kettlebell ist ideal für den Einstieg.

  • Saubere Technik bei Swing, Clean, Press, Squat
  • Komplexe Übungen wie Turkish Get-Up oder Overhead-Lifts werden kontrolliert erlernt
  • Gewicht moderat – Verletzungen vermeiden, Technik priorisieren

 

  • 12 kg: Der erste Trainings-Reiz

Mit 12 kg wird’s ernst:

  • Kraft-Training spürbar intensiver
  • Der Sprung von 8 kg auf 12 kg ist groß, aber sinnvoll
  • Vier Kilogramm Unterschied bei Kettlebells = bewährter Fortschritt

 

  • 16 kg: Der Klassiker

Die 16-kg-Kettlebell ist das Standard-Gewicht im funktionellen Training:

  • Kraft, Explosivität, Kondition
  • Für viele der erste Schritt ins „echte“ Kraft-Training

Jetzt die Überraschung: Doubles!

Du hast also Kettlebells von 8 kg bis 16 kg. Das sind die Standard-Kettlebells für ältere und mäßig trainierte Damen und Herren. Der nächste Schritt wäre vielleicht eine Kugel mit 20 kg oder 24 kg.  Aber ich schlage etwas anderes vor: Du kaufst eine zweite 8-kg-Kettlebell!

So startest du mit Doubles, also dein Training mit zwei Kettlebells:

  • Double Front Squat, Double Clean & Press
  • Symmetrisches Technik-Training
  • Längere Workouts mit moderater Last, gut kontrollierbar

Pavel Tsatsouline empfiehlt in „Return of the Kettlebell“: Doubles steigern Körper-Spannung, Koordination und Kraft.

Double Kettlebells für Fortschritt

  • Zwei 12er: Härteres Training, echte Kraft-Entwicklung, ohne direkt in hohe Gewichte springen zu müssen
  • Zwei 16er: Meilenstein im Kraft- und Athletik-Bereich. Wer Double Clean, Double Front Squat und komplexe Workouts schafft, ist schon stark

8 kg bis 32 kg: Dein Kettlebell-System

Mit dieser Kauf-Reihenfolge deckst du alles ab:

  • Single Kettlebells: 8 kg, 12 kg, 16 kg
  • Double Kettlebells: 16 kg, 24 kg, 32 kg Gesamtgewicht
  • Kombinationen aus ungleichen Kettlebells für noch mehr Variation

Fazit: Schritt für Schritt zum durchdachten System

Die Reihenfolge von je zwei Kettlebells mit 8 kg bis 16 kg ist:

  • günstig in der Anschaffung
  • logisch aufgebaut
  • perfekt für Singles und Doubles

So baust du keine wahllose Sammlung auf, sondern ein durchdachtes Kettlebell-System, das dich langfristig stärker macht.

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Szene Trainer

RKC im Übergang

Die Russian Kettlebell Challenge (RKC), die wohl älteste Kettlebell-Institution im Westen, erfindet sich neu. Der Grund: Hinter der RKC hatte vor allem der Verlag Dragon Door gestanden, der sich aber aus dem Geschäft zurückgezogen hat.

Zum Angebot von Dragon Door aus Saint Paul, Minnesota gehörten Fachliteratur, die Kettlebells der Marke RKC und die Zertifizierung von Trainern. Das übernimmt nun ein Board unter der Leitung von Dan John, einem der angesehensten Kettlebell-Trainern weltweit.

„Sobald der Countdown am 31. Juli 2026 abgelaufen ist, wird unter rkckb.com das weltweit größte, informativste und modernste Web-Portal zum Thema Kettlebell erscheinen“, verspricht uns Robert Rimoczi, Mastermind der deutschen RKC-Community. „Die RKC-Kettlebells werden ab jetzt weltweit und in Deutschland weiterhin über den kettlebellshop.de der SportInformatik GmbH in München vertrieben.“

Wie zu erfahren war, kommen auch vier neue Zertifizierungen:

• D-Zertifizierung für Open Class Coaching mit Gruppen mit unterschiedlichen Levels

• C-Zertifizierung – Grundlagen, wie du die zentralen Kettlebell-Fähigkeiten unterrichtest

• B-Zertifizierung – Vertiefte Programmierung für Fitness, Stärke und Allround-Kondition

• A-Zertifizierung – Spezialisierte Programme für fortgeschrittenes, sportart-spezifisches Training

Alle Stufen verbinden Programm-Gestaltung und Coaching-Kompetenz, sind aber anspruchsvoller als zuvor. Laut RKC werden Instruktoren durch das neue System aber besser vorbereitet, um erfolgreich antreten zu können.

In Deutschland wird die neue RKC geleitet von Robert Rimoczi (Regional Director RKC, München), Andy Wiechmann (Master RKC, Lübeck),  Moritz Rammensee (Master RKC, München) und Tim Holzäpfel (Team Leader RKC, Rheinbach bei Köln).

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