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Im Test: StrongNotes Trainingsbuch

StrongNotes ist ein Notizbuch mit begleitender App, das speziell für Kraftsportler entwickelt wurde. Das Buch eignet sich für alle, die ihr Training aufzeichnen und Entwicklungen auswerten wollen.

Wir haben ein Exemplar mit eigenem Geld gekauft und fühlen uns daher nicht zu einem Lob verpflichtet. Gerade deshalb: Eine klare Empfehlung.

Was steckt drin?

Das Buch hat 236 nummerierte Seiten, Platz für 90 Workouts und das handliche Format 12,5 × 19 cm. Das Cover besteht aus veganem Leder mit fühlbarer Blindprägung, innen stecken 120-g/m²-Premiumpapier und eine Fadenbindung, damit das Buch flach aufliegt. Dazu gibt es Gummiband, Innentasche und Lesezeichen. Preis: 24,90 € inkl. Versand.

Die Verarbeitung überzeugt: Das relativ dicke Papier hält einiges aus, das griffige Cover bleibt, die Bindung verspricht auch nach intensiver Nutzung keine Probleme.

Das System

Die zugehörige App (iOS/Android, Deutsch) macht das System hybrid: Du fotografierst eine ausgefüllte Doppelseite, die Handschrift wird erkannt, du prüfst und bestätigst die Werte – und die Einheit landet digital im Verlauf.

Die App enthält über 500 Übungen mit Muskelgruppen und Ausführung sowie fertige Pläne. Das Planen und Eintragen der Workouts sind dauerhaft kostenlos. Die Auswertung und ein KI-Coach gehören zu der kostenpflichtigen App StrongNotes Pro. 

StrongNotes und die Kettlebell

Ich habe das Buch mit typischen Kettlebell-Drills getestet: Double Clean & Press, Double Squat und einarmiger Deadlift. Der Platz reicht für neun Übungen, aber nur für vier Sätze.

Wer oft dieselben Übungen mit steigendem Volumen oder Dichte trainiert, erkennt auf der rechten Seite, wie sich Reps und Gewicht ändern. Links ist ein Notizbereich für Technik und Anmerkungen.

Kritik und Schwächen

Kein Produkt ist perfekt – hier einige Punkte:

  • Maximal neun Drills und nur vier Sätze pro Übung, einigen ist das zu wenig oder zu viel. Manche greifen dann zu den freien Notizseiten oder müssen Einheiten aufteilen
  • Das Buch ist schon nützlich, aber die echten Stärken der App (Entwicklungen, automatische Vorschläge) stecken hinter der Paywall
  • Mit der App sind wir nicht zurecht gekommen. Statt dessen haben wir eine Doppelseite mit ChatGPT gescannt und auswerten lassen. Wahnsinn, was der KI alles zum Training einfällt. Und zwar kostenfrei.

Eine Besprechung der App folgt in Kürze.

Für wen?

  • Sehr geeignet: Sportler, die gerne mit Hand schreiben und gleichzeitig eine digitale Auswertung wollen
  • Ideal bei strukturiertem Training
  • Weniger geeignet für reine App-Nutzer, die nie einen Stift anfassen
  • Athleten mit extrem variablen Sessions
  • Sparfüchse, die mit einem 1-Euro-Schulheft zufrieden sind.

Fotos (1): StrongNotes

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Testbericht: Der Brustgurt Polar H9

Die Messung der Herzfrequenz (HF) liefert wertvolle Infos, um das Kettlebell-Training besser zu verstehen. Zum Messen eignen sich eine Smartwatch, ein Activity Tracker oder ein Brustgurt mit Sensor. 

Ein Activity Tracker ist günstig zu kaufen, du trägst ihn 24 Stunden am Handgelenk und er überträgt ständig Daten zur Smartphone-App: Die Zahl deiner Schritte, die Länge deines Schlafes und auch deine Herzfrequenz.

Aber: Bei Übungen wie dem Kettlebell Clean (Umsetzen) kann die Kugel voll auf den Tracker oder die Smartwatch knallen. Es bringt auch nichts, die Uhr beim Clean mit dem Zifferblatt auf der Innenseite zu tragen. Die Kettlebell trifft dann auf die Schließe und es ist nicht sicher, wie oft die das ohne Schaden übersteht.

Brustgurt als Alternative

Brustgurte mit Herzsensor gelten als Standard in der HF-Messung, denn sie liefern exakte und verzögerungsfreie Werte. Fürs Workout mit Kettlebells bedeutet das:

  • Genaue Messwerte
  • Keine Verzögerung wie bei optischen Sensoren
  • Lange Akku-Laufzeit und zuverlässige Verbindung

Armband für den Oberarm

Ein Oberarmband mit optischem Sensor wäre auch eine Alternative. Die Vorteile:

  • Kein Risiko, dass die Kettlebell auf den Sensor schlägt
  • Angenehmer zu tragen, da es sich der Bewegung anpasst
  • Einfacher an- und abzulegen als ein Brustgurt

Moderne Oberarm-Sensoren bieten inzwischen eine hohe Genauigkeit, auch wenn sie nicht an die Präzision des Brustgurts herankommen. Für die meisten Kettlebell-Sportler dürfte der kleine Mess-Unterschied jedoch kaum ins Gewicht fallen.

Erste Erfahrungen

Ich habe einen Brustgurt Polar H9 bestellt, dessen Sensor meinen Activity Tracker Polar Unite über Bluetooth mit Daten füttert. Diese Infos werden zur Health App auf meinem iPhone übertragen, die Daten von Waagen, Blutdruck-Messern usw. sammelt.

Neben dem H9 bietet Polar auch den Brustgurt H10 an. Laut Hersteller bietet er eine höhere Mess-Genauigkeit, einen internen Speicher für die letzte Trainings-Einheit und er unterstützt zwei Bluetooth-Verbindungen gleichzeitig. Beide sind ANT+, Bluetooth und 5-kHz-kompatibel, sodass sie mit verschiedenen iOS- und Android-Geräten verbunden werden können. H9 und H10 haben eine Batterie-Laufzeit von ca. 400 Stunden mit einer CR2025-Knopfzelle.

Sobald verbunden, zeigt die „Polar Flow“ App die aktuelle HF an. Fünf Trainings-Zonen basieren auf der maximalen Herzfrequenz, Standard ist 220 minus Alter, aber anpassbar. Farben oder Balken zeigen an, in welcher Zone du sich deine HF gerade befindest.

Du kannst dein Training direkt in der App starten und aufzeichnen. Nach dem Training siehst du eine detaillierte Analyse von Dauer, HF-Verlauf und verbrannten Kalorien.

Ich habe den Polar H9 jetzt mehrere Wochen in Betrieb und kann nichts Negatives darüber schreiben. Wer nur eine genaue und zuverlässige HF-Messung braucht, ist mit dem Polar H9 bestens bedient. Der Polar H10 lohnt sich, wenn du einen besseren Gurt, die Speicherfunktion über einen Tag oder zwei Bluetooth-Verbindungen gleichzeitig willst.

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Wohlbefinden und Bluetooth 

Das Zifferblatt meiner Withings Move ist schon etwas zerkratzt. Ich habe mehrmals vergessen, sie vor einem Clean & Press abzulegen

Durch das Training mit der Kettlebell verliert man Gewicht, so heißt es. Stimmt, habe ich selbst erlebt! Innerhalb eines Jahres 8 kg abgenommen, ganz ohne Diät oder Fasten. Woher weiß ich das so genau?

Eine Badezimmer-Waage überträgt mein Gewicht über Bluetooth an die Health App auf meinem iPhone. Die zeichnet mein Gewicht nach jeder Messung auf. Das ist nicht alles:

  • Meine täglichen Schritte werden von der Health App gemessen
  • Ein Messgerät für den Blutzucker überträgt die Werte per Bluetooth an die App

Damit meine Schritte auch gemessen werden, wenn ich das iPhone nicht bei mir habe, besitze ich eine Uhr vom Typ Withings Move. Im Vergleich zu einer Smartwatch der Oberklasse sind diese Daten recht dürftig, mir aber reicht die Withings. Sie ist preisgünstig, und der Akku hält länger als ein Jahr.

Der Withings möchte ich noch länger treu bleiben, obwohl ich seit Jahrzehnten nur mit Apple arbeite. Eine AppleWatch werde ich wohl kaum kaufen, denn:

  • Der Akku muss jeden Tag aufgeladen werden
  • Jede neue AppleWatch wird spätestens nach einem Jahr abgelöst
  • Der hohe Preis ist „Too much for too much“