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Kettlebell Test-Bericht

11 Kettlebells im Test

Die angesehene Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat getestet: Elf Kettlebells. Preis-Spanne von 20 € bis 150 €, aus Guss-Eisen, Kunst-Stoff und verstellbare Modelle. 

Das Ergebnis überrascht: Nicht Dragon Door, Rogue oder eine andere Top-Marke macht das Rennen, sondern Decathlon.

Die Sieger

Autorin Julia Cecati erklärt die 8-kg-Domyos Kettlebell Pro (Foto) zum Test-Sieger. Dafür verantwortlich sei auch eine „Schwarzpulver-Beschichtung“. Wir vermuten, dass damit die schwarze Pulver-Beschichtung (Powder Coat) gemeint ist. Schwarz-Pulver ist ein explosiver Zündstoff und hat mit der Oberfläche einer Kettlebell wenig zu tun.

Wir haben die Domyos Kettlebell Pro in der 8-kg-Version bereits vorgestellt. Sie ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger mit seiner auffälligen Kautschuk-Basis, und das Modell war wirklich schlecht.

Eine Empfehlung kriegt auch die 8-kg-Kettlebell von Amazon Basics aus Gusseisen. Sie punktet mit guter Verarbeitung, ergonomischem Griff und einem stabilen Stand.

Verstellbare Kettlebells

Eine eigene Kategorie bilden die verstellbaren Kettlebells, die wir grundsätzlich nicht empfehlen können. Hier macht die Neolymp Kettlebell von 1,5 kg bis 10 kg das Rennen. Die FAZ nennt allerdings auch Nachteile: Das dünnwandige Kunststoff-Gehäuse und die Sperrigkeit bei einzelnen Übungen.

Dahinter folgen die Miweba KB300, die Skandika Paino 20 kg und die anpassbare Domyos mit 12 bis 24 kg.

Neopren und Gusseisen

Im weiteren Testfeld:

  • Msports Kettlebell Professional Neopren
  • Gorilla Sports Kettlebell Gusseisen Neopren
  • StrengthShop Kettlebell Gusseisen

Die Neopren-Modelle bieten den Vorteil, dass sie den Boden schonen und beim Absetzen weniger Geräusche verursachen. Dafür ist eine solche Hülle nicht für die Ewigkeit gemacht, bei regelmäßigem Training kriegt sie schnell Gebrauchs-Spuren.

Kunst-Stoff fällt durch

Weniger erfreulich fällt das Urteil über zwei Kunststoff-Modelle aus:

  • Gorilla Sports Kettlebell Kunststoff
  • Trex Sport TX-008CKB

Bei beiden kritisiert die FAZ die Verarbeitung und den Griff-Bügel. Der Kunststoff bietet wenig Grip, bei der Trex Sport kommen störende Kanten hinzu. Auch die Ergonomie lässt zu wünschen übrig.

Was wundert uns daran? Wir haben auch schon mit Kunststoff-Kettlells trainiert und können sie ebenfalls nicht empfehlen.

Wo bleiben die Top-Kettlebells?

Vier Hersteller hätten wir in einem solchen Test gerne gesehen:

  • Dragon Door aus den USA steht mit seinen Military Grade Premium Kettlebells für die klassische Kettlebell-Tradition. Das Sortiment reicht von 6 kg bis 60 kg
  • Rogue Fitness aus Ohio ist einer der führenden US-Anbieter für Kraftsport-Equipment. Das Kettlebell-Sortiment reicht von 4 kg bis 92 kg
  • Eleiko aus Schweden mit Lang-Hanteln und alles für Gewicht-Heber ist spätestens seit 2022 auch mit Kettlebells am Start.

Auch die Kettlebell Kings hätten in diese Runde gehört. Leider ist dieser Hersteller nicht mehr am Markt, aber wir lieben seine Kettlebells und Klamotten.

Was ist mit Competition Kettlebells?

Auch die Competition Kettlebells fehlen im Test. Das ist aus unserer Sicht durchaus nachvollziehbar.

Competition-Kugeln haben unabhängig vom Gewicht einheitliche Abmessungen. Das ist im Wettkampf-Sport sinnvoll, weil sich die Hand-Habung bei unterschiedlichen Gewichten nicht verändert.

Bei kleinen Gewichten hat die Bauform allerdings einen Nachteil: Eine Competition Kettlebell mit 8 kg oder 12 kg wirkt im Verhältnis zum Gewicht ausgesprochen groß und unhandlich.

Wir setzen bis 16 kg auf klassische Gusseisen-Kettlebells. Erst ab 20 kg macht die Competition-Bauform für uns wirklich Sinn.

Guter Einsteiger-Test, aber kein Maßstab

Wer regelmäßig und langfristig mit Kettlebells trainiert, sollte andere Kriterien berücksichtigen: Griff-Durchmesser, Griff-Fenster, Oberfläche, Balance, Form und Verarbeitung.

Gerade bei Clean, Press und anderen Übungen, bei denen die Kugel am Unterarm liegt oder in der Hand rotiert, machen solche Details einen erheblichen Unterschied.

Unsere eigene Erfahrung: Es lohnt sich nicht, beim Kauf einer Kettlebell zu knausern. Die Freude an einer richtigen Premium-Kugel hält lange an, der kleine Unterschied beim Kauf-Preis ist schnell vergessen.

Zum Test-Bericht der FAZ

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