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Bodybuilding Tagebuch

Fitness-Messe ohne Kettlebells

Kettlebell aus ChinaAusgefallene Form, eigenwilliger Farbcode und „Made in China“. Foto (1): BF Machinery 

Wenn’s um Fitness geht, trifft sich die Branche jedes Jahr vier Tage lang auf der FIBO in Köln. Seit 1985 am Start, war die Messe ursprünglich für „Fitness & Bodybuilding“ gedacht, eine relativ enge Zielgruppe. Heute gilt sie als Leitmesse für Fitness, Wellness und Gesundheit.

Zur Fibo 2023 kam 867 Aussteller mit Geräten und Tools für Training, Therapie und Wohlbefinden, dazu gab’s Fachvorträge und Mitmach-Angebote, die über 106.000 Besucher erreichten. Das ist weniger als 2019, als die Fibo noch 1.105 Aussteller und 145.000 Besucher anzog.

Suchte man im Verzeichnis der Aussteller nach dem Begriff „Kettlebell“, fand sich nur ein Eintrag: Die BF Machinery Co., Ltd aus China produziert mit 85 Mitarbeitern neben Trainings-Equipment auch eigene Kettlebells.

Die nächste FIBO findet vom 11. bis 14. April 2024 statt.

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Home-Gym Kettlebell Test-Bericht

Im Test: „Dragon Door Military Grade Premium Kettlebell“ mit 16 kg

RKC Kettlebell von Dragon DoorMit 16 kg fing alles an. Denn so schwer war ein Pud, das alte russische Gewicht für den Bauernmarkt. Heute ist eine Kettlebell mit 16 kg das universelle Sportgerät für Frauen und Männer, die etwas Kraft und Kondition haben. Aber auch beliebt bei Sportlern, die sich von den schwereren Kettlebells erholen möchten.

Vor mit steht eine „Dragon Door Military Grade Premium Kettlebell“ mit 16 kg. Kein Competition-Modell, denn die ist gelb und sieht aus wie einen Kuhglocke, sondern eine Kettlebell fürs Hardstyle-Training mit kurzen Sätzen und wenigen Wiederholungen. Die Reihe wurde von Pavel Tsatsouline entworfen, dem Kettlebell-Pionier im Westen.

Eingraviert ist „RKC“ für „Russian Kettlebell Challenge“, die Kettlebell-Marke von Dragon Door Publications aus St. Paul, Minnesota.

Meine Kettlebell kam im Original-Karton mit 2 Grifflöchern, ein Innenkarton, Styropor zum Fixieren der Kettlebell, die steckt in einer Plastikfolie. Eine Verpackung wie für ein hoch empfindliches Hightech-Produkt. Erster Eindruck: Das ist der Mercedes unter den Kettlebells!

Ich schäle meine Kettlebell aus dem Karton. Tiefmatte Lackierung. Keine perfekte Kugelform, sondern eine Seite ist abgeflacht. So kann man auswählen, ob die Kugel beim Clean mit der runden oder flachen Seite auf dem Unterarm liegen soll. Beim Deadlift gibt die abgeflachte Hälfte einige Millimeter mehr, um die Kettlebell näher am Körper zu führen.

Der Griffbügel hat einen Durchmesser von 38 mm, erhältlich ist auch eine Variante mit 35 mm, die eher Sportlern mit kleineren Händen empfohlen wird. Laut Hersteller ist der Griff nicht nachträglich angeschweißt, vielmehr wird die Kettlebell als ein Stück kantenlos gegossen. Der Unterschied: Wird der Bügel angeschweißt, was bei minderwertigen Modellen vorkommt, ist die Kettlebell oft nicht gleichmäßig ausgewuchtet.

Die Oberfläche meiner RKC ist mit einem Coating beschichtet und poliert, das angeblich nicht absplittert. Die feine Oberfläche am Griffbügel soll den perfekten Flip in der Hand beim Snatch bringen. Lackierte Oberflächen sind oft glatt oder klebrig, was zu Blasen in der Hand führen kann.

Wie dem Lieferkarton zu entnehmen ist, wurde die Kettlebell in China hergestellt. Es gibt nur wenige Marken, die dort nicht produziert sind.

Das Fazit: Mehrere Kettlebells mit 16 kg sind preisgünstiger als die von Dragon Door, andere sind teurer. Mit RKC erhält man ein solides Produkt. Ob man mit den Kettlebells anderer Hersteller schlechter oder besser bedient ist, bleibt offen.

Kettlebell von Dragon Door

Weitere Infos: www.kettlebellshop.de

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